Stadt Vilsbiburg will sauberer werden (02/2022)

Dem Müll geht´s an den Kragen

In Vilsbiburg soll zukünftig deutlich weniger Müll anfallen. Etwa Verpackungsmüll, der durchs Einkaufen entsteht, aber auch Müll in kommunalen Einrichtungen. Außerdem will Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, dass öffentliche Plätze und Parks sauber werden.

Beim workshop haben sie brauchbare Ideen entwickelt: Von links: Helen Hable, Regina Westenthanner, Expertin Nadine Schubert, Erste Bürgermeisterin ...Beim workshop haben sie brauchbare Ideen entwickelt: Von links: Helen Hable, Regina Westenthanner, Expertin Nadine Schubert, Erste Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, und Georg Straßer mit den “Friday-For-Future-Kids” Anna Obermeier, Rosalie und Chiara Straßer, Hannah Valentin.

Beim workshop haben sie brauchbare Ideen entwickelt: Von links: Helen Hable, Regina Westenthanner, Expertin Nadine Schubert, Erste Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, und Georg Straßer mit den “Friday-For-Future-Kids” Anna Obermeier, Rosalie und Chiara Straßer, Hannah Valentin.

„Wir wollen mit gutem Beispiel vorangehen, aber auch die Bürgerinnen und Bürger dazu animieren, mitzumachen“, sagt Rathauschefin Sibylle Entwistle. Gerade Corona habe dazu geführt, dass der Müll im gesamten Stadtgebiet zugenommen hat. Nicht nur Masken, sondern auch Pizzaschachteln und andere To-go-Verpackungen verschandeln das Stadtbild an vielen beliebten Treffpunkten. Das soll ein Ende haben. „Praktisch ausgeführt heißt das: Die Stadt wird Pizzaschachtelsammler aufstellen“, kündigt Klimaschutz -und Regionalmanager Georg Straßer an. „Die Gestelle für die leeren Pizzakartons werden Jugendliche selbst bauen, unter Begleitung unseres Jugendpflegers Herbert Dressler und unter Anleitung von unserem Bauhofschreiner Albert Werthan,“ freut sich Straßer über die gute Zusammenarbeit der städtischen Einrichtungen.

 

10-Punkte-Plan als Zielvorgabe

Die Stadt hat sich von der Expertin und Bestseller-Autorin Nadine Schubert beraten lassen. Einige Punkte auf der erarbeiteten Liste benötigen etwas Vorbereitung und Planung, wie beispielsweise Trinkwasserspender an Schulen. Andere können sofort umgesetzt werden. Deshalb steht das Müllsammeln ganz oben auf der Prioritätenliste. Die „FridayForFuture-Kids“ haben bereits damit begonnen und an verschiedenen Gebieten der Stadt Müll gesammelt. Wenn jeder Vilsbiburger und jede Vilsbiburgerin - egal, ob jung oder alt - jeden Tag beim Spazierengehen, dem Weg zur Arbeit oder zum Einkaufen, drei Dinge vom Boden aufhebt, die eigentlich in den Müll gehören, wird die Stadt schnell sauberer. Auch bei Veranstaltungen soll künftig viel mehr Müll vermieden werden: Dafür ist die Stadt organisatorisch mit dem Förder- und Werbeverein in Kontakt getreten, für künftige Feste, sofern sie denn stattfinden dürfen.

 

Müllfreier Einkauf

Hier denkt die Stadt vor allem an den eigenen Korb oder Stoffbeutel beim Einkauf, aber auch bei der Übergabe an Wurst- und Käsetheken. Damit in Zukunft auch beim Einkaufen Verpackungsmüll gespart werden kann, verteilt die Stadt ein Infoblatt an alle Händler, die Lebensmittel anbieten. Das Papier stammt aus dem Bayerischen Umweltministerium und hält fest, wie Hygienevorschriften eingehalten werden, wenn Kunden eigene Behälter mitbringen, beispielsweise bei der Abholung des Mittagsmenüs an den Theken.

 

Diese und weitere Ideen sollen schon bald umgesetzt werden. In weiteren Schritten plant die Stadt müllfreie Kindergärten, die Anschaffung von Sammelbehältern für Zigarettenkippen und deutlich größere Abfalleimer, die gleich eine Möglichkeit der Mülltrennung bieten. Den Fortschritt, viele Tipps und gute Rezepte sollen die Vilsbiburger künftig in einer Müll-Kolumne verfolgen können. Und natürlich darf sich jede und jeder mit Ideen einbringen. Diese können an die Emailadresse muellfrei@vilsbiburg.de geschickt werden.

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