Auswertung der Fragebogenaktion bringt neue Erkenntnisse

Ein Arbeitskreis für das Projekt „Dorfladen Seyboldsdorf“

Die Machbarkeitsstudie „Ein Dorfladen für Seyboldsdorf“ schreitet voran. Nun hat ein Arbeitskreis seine Arbeit begonnen, nachdem mögliche Standorte besichtigt und eine Fragebogenaktion ausgewertet wurden (02/2022).

Dorfladen Sey AKEin Arbeitskreis für das Projekt „Dorfladen Seyboldsdorf“

In der ersten Arbeitskreissitzung wurde rege diskutiert

Nach einer Aufklärungsversammlung im Oktober wurde kürzlich eine Umfrageaktion bei allen Seyboldsdorfer Haushalten durchgeführt. Eine der Fragen zielte auf die Bereitschaft zur Mitarbeit im Projekt Dorfladen ab, beispielsweise in einem Arbeitskreis. Wer sich hier meldete, wurde zur ersten Arbeitskreissitzung eingeladen. Ein Hauptpunkt war, der Auswertung des Fragebogens von Fachberater Wolfgang Gröll zu folgen und daraus abgeleitet die weiteren Schritte zu diskutieren. Andernorts habe dieselbe Abfrageaktion laut Fachberater Gröll einen Rücklaufwert von ca. einem Drittel. „Von den versendeten Fragebögen kamen aber über zwei Drittel zurück“, verkündete einleitend Regionalmanager Georg Straßer, der den Abfragebogen zusammen mit Gröll entwickelt hatte. Das Ergebnis: 88 Prozent gaben an, die Versorgungssituation in Seyboldsdorf solle verbessert werden und über 90 Prozent antworteten, dieses solle mittels eines Dorfladen erfolgen. Der versendete Fragebogen erkundete neben dem aktuellen Einkaufsverhalten der Bürger auch deren Bedürfnisse, die mit einem Dorfladen erfüllt werden sollten. So kamen unterschiedliche Anregungen, wie beispielsweise „ein Zentrum für das Dorfleben bilden“, „eine kleine Gastronomie integrieren“ oder „ein Paketshop wäre praktisch“. Auch eine Anschlagtafel der örtlichen Vereine wurde aufgeführt. Überrascht war man über den statistisch übermäßig stark geäußerten Bedarf nach regionalen Erzeugnissen (84%) und hier vor allem nach kleinen handwerklich erzeugten Lebensmitteln, wobei das Bedürfnis nach Bioware sekundär (36%) genannt wurde. Die Waren sollten überwiegend von Erzeugern der Region kommen, wie sie in unserer Direktvermarkterbroschüre aufgeführt sind, so der vielfach genannte Wunsch.  Subsumiert war deutlich zu erkennen, dass sich die Seyboldsdorfer Bürger ein lebendiges Dorfzentrum wünschen, wo man sich trifft und kennenlernt.

 

Erste Priorität bei einem Dorfladenprojekt hat der Platz, wo er errichtet wird. Die Standortanalyse von Berater Gröll ergab, dass der Pfarrhof sehr gut geeignet wäre, wegen seiner zentralen Lage und der guten Erreichbarkeit zu Fuß und mit dem Fahrrad. Der Platz ist geschützt und zugleich offen für Begegnung. Er sah hier ebenso wie Erste Bürgermeisterin Sibylle Entwistle eine willkommene Möglichkeit, eine „soziale Mitte“ in Seyboldsdorf zu schaffen. Die Arbeitskreisteilnehmer waren von der professionellen Vorgehensweise bei der Dorfladenplanung angetan, einschließlich der angemessenen Stundenentlohnung des Personals von mindestens 12,30 Euro. Ihnen war wichtig, dass sie bei der Gestaltung des Dorfladens und der Sortimentsauswahl mitwirken können und es wurde angeregt, örtlich ansässige Fachleute für die unterschiedlichen Belange im Arbeitskreis aufzunehmen.  Der Arbeitskreis wird sich in absehbarer Zeit wieder treffen: Wer gerne mitwirken möchte – auch hinsichtlich einer späteren Beteiligung in jeglicher Form - und dieses noch nicht kundgetan hat, möchte sich bitte unter Angabe vor allem seiner E-Mail-Adresse melden bei Regionalmanager Georg Straßer: 08741/305-444 oder strasser@vilsbiburg.de. 

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