13 Kommunen arbeiten enger zusammen

ILE Bina-Vils auf dem Weg

Gemeinsam können Gemeinden, Märkte und Städte oft mehr bewirken: Großprojekte planen, zusammen investieren und Ausgaben sparen oder regionale Fördermittel generieren. Aus diesem Grund haben sich 13 Kommunen im südlichen Landkreis für die Bildung einer sogenannten „Integrierten Ländlichen Entwicklung“ (ILE) entschieden, mit Namen „ILE Bina-Vils“.

ile-karte orte flüsse

Der geografische Umgriff der ILE Bina-Vils: Die Namensgebung bezieht sich auf die Flüsse, von denen die Mitglieds-Kommunen tangiert werden.

Über ein Findungsseminar haben die Bürgermeister und Geschäftsleiter kürzlich die bestehenden Verhältnisse der Kommunen zueinander geklärt sowie die bisherige Zusammenarbeit. So gibt es bereits ein paar Zweckverbände und Schulverbünde. „In diesem Kreis hatte man bereits gemeinsame Projekte entwickelt, wie beispielsweise die Erstellung einer Broschüre über Direktvermarkter sowie das Elektromobilitätskonzept, aus dem neue Ladestationen entstanden sind, erläuterte Regionalmanager Georg Straßer die Historie der Zusammenarbeit bei seiner Vorstellung der ILE Bina-Vils im Stadtrat und ergänzt: „Ein lokales Energieeffizienznetzwerk oder die Imagebildung unserer reizvollen Region stehen schon lange auf der Agenda, das kann man gemeinsam einfach besser anpacken, allein schon wegen nötiger Fördermittel, die nur für Zusammenschlüsse von Kommunen gewährt werden“.

 

Bürgermeisterin Entwistle: Ein Meilenstein für uns

Schnell hat man im Workshop erkannt, dass dieses förderliche Miteinander zum Wohle der Bürger aller Gemeinden ausgebaut werden sollte und dafür gemeinsame Ziele erarbeitet. Dazu gehört beispielsweise das weite Feld der Naherholung, vom Radwegeausbau über die Vermarktung der touristischen Besonderheiten bis hin zur „Genussregion Bina- und Vilstal“. Auch in der regionalen erneuerbaren Energieversorgung sollen Angebot und Nachfrage gebündelt werden, um die Wertschöpfung in der Region zu halten – ähnlich den landwirtschaftlichen Erzeugnissen über Direktvermarktung .  „Sukzessive wird man solche Chancen erkennen und nutzen, um für alle Bürger der Region etwas auf die Beine zu stellen, über Gemeindegrenzen hinweg, letztlich auch um Kosten zu sparen,“ erklärte es Erste Bürgermeisterin Sibylle Entwistle, die in der Entwicklung der Gemeinschaft einen Meilenstein für das Mittelzentrum Vilsbiburg sieht.

 

Zielorientiert durch Regionales Leitbild

Das Amt für ländliche Entwicklung bietet, unter anderem für die personelle Begleitung, eine Förderung des ILEK (Konzept zur ILE) von 75 Prozent und kann während der laufenden Betreuung über viele Jahre hinweg die teilnehmenden Gemeinden zudem bei der Beantragung und Vergabe kommunaler Fördermittel unterstützen. Als nächste Schritte stehen an, eine geeignete Rechtsform für die ILE Bina-Vils zu finden und das ILEK zu erstellen: ein Konzept, woraus ein regionales Leitbild generiert wird und das als Maßnahmenkatalog Orientierung schaffen wird.

drucken nach oben